Delegation des Nationalrats der Deutschen Minderheit und HUN Gerhard aus Sombor, 30. Oktober 2025, besuchte die Friedhöfe und Massengräber, auf denen Mitglieder der deutschen Volksgemeinschaft ruhen. Gakovo und Kruševlje sind Orte des Leidens vieler Deutscher vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Dies war eine Gelegenheit, ihnen zu gedenken, Kerzen anzuzünden und Blumen niederzulegen.
Auch das Grab von Anton Beck, dem ehemaligen Präsidenten des Nationalrats und Gründer und wichtigsten Aktivisten von HUN Gerhard, wurde besucht. Seit vielen Jahren besuchen Mitglieder und Freiwillige von HUN Gerhard diese Orte mehrmals jährlich und bemühen sich in Zusammenarbeit mit der Stadt Sombor und durch Aktionen, die Gedenkstätten zu erhalten und dem Vergessen zu entgehen.
Fotogalerie Gakovo, Kruševlje
Am Tag der Toten, dem 2. November 2025, fanden in Subotica und Bajmok Gedenkveranstaltungen für die zivilen Opfer der damaligen kommunistischen Regierung statt. An diesem Tag, dem 2. November 1944, wurde ein Massenmord an deutschen Zivilisten verübt. Unter den Opfern befanden sich viele Ungarn, Serben und Kroaten sowie Angehörige anderer Nationalitäten, die die jugoslawischen Kommunisten damals als mögliche Bedrohung für ihre Regierung ansahen. 1.167 Zivilisten starben in Subotica und 252 in Bajmok.
Die Kränze legten in diesem Jahr der Präsident des Deutschen Volksvereins und Mitglied des Nationalrats, Rudolf Weiss, sowie der Vertreter der Jugendorganisation des Deutschen Volksvereins, Čaba A. Ziegler, nieder.
Fotogalerie Subotica, Bajmok
Rudolf Weiss hielt in diesem Jahr auch eine Rede bei der Gedenkfeier am Mahnmal in Bajmok. Aus seiner Rede stechen folgende Gedanken hervor:
„Die hier begangenen Verbrechen lassen sich kaum in Worte fassen. Dennoch ist es unsere Pflicht, darüber zu sprechen, denn Worte sind ein mächtiges Werkzeug der Erinnerung. Ein altes Sprichwort besagt: Ein Opfer stirbt zweimal – das erste Mal, wenn ihm sein unschuldiges Leben genommen wird, und das zweite Mal, wenn es in Vergessenheit gerät. Mit unserer heutigen Anwesenheit durchbrechen wir dieses Vergessen. In unseren Erinnerungen und in unseren Worten geben wir den Opfern Würde und Gerechtigkeit zurück. So lasst uns unsere Häupter senken und versprechen: Diese Opfer werden kein zweites Mal sterben, denn wir werden sie niemals vergessen.“



















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